Mittwoch, 14. Juni 2017

Forschungskooperation für eine effizientere Photosynthese bei Weizen:

Bayer und die Shanghai Institutes of Biological Sciences wollen gemeinsam Weizenerträge steigern

Junge Weizenpflanzen
Monheim, 14. Juni 2017 – Bayer hat einen zweijährigen Forschungsvertrag mit den Shanghai Institutes for Biological Sciences (SIBS) der Chinesischen Akademie der Wissenschaften (CAS) geschlossen. Die Vereinbarung zielt darauf ab, Weizenerträge durch den Austausch bahnbrechender wissenschaftlicher Erkenntnisse und neuer Modelle für eine effizientere Photosynthese zu steigern.

Bayer hat in den vergangenen Jahren bereits eng mit dem Institutsverbund SIBS zusammengearbeitet. Dieser befasst sich in seiner Forschungsarbeit unter anderem mit der Systembiologie, insbesondere mit der Entwicklung und Anwendung von Modellen zur Verbesserung photosynthetischer Systeme von wichtigen Kulturpflanzen. Forscher des SIBS werden im Rahmen der neuen Kooperation mit Bayer an der Entwicklung und Validierung eines Photosynthesemodells für Weizen arbeiten.

„Die Weltbevölkerung wächst und die Anbauflächen sind knapp. Die Nutzpflanzen der Zukunft müssen Höchstleistungen erbringen. Das gilt insbesondere für Weizen, der gegenwärtig rund 20 Prozent der weltweiten Nahrungsenergieaufnahme ausmacht“, sagt Jeroen Van Rie, der sich als Experte in der Trait-Forschung auf das Thema Pflanzeneffizienz spezialisiert hat und die wissenschaftliche Leitung des Projekts für Bayer übernommen hat. „In unserer gemeinsamen Forschungsarbeit wollen wir ein Photosynthesemodell für die Bestandsoberfläche von Weizenpflanzen erarbeiten, das uns hilft, die Photosynthese und damit auch den Ertrag zu verbessern.“

Prof. Zhu Xinguang, der den Fachbereich Pflanzliche Systembiologie am Shanghai Institut für Pflanzenphysiologie und -ökologie (SIPPE) leitet, fügt hinzu: „Die Verbesserung der Photosynthese ist zurzeit einer der vielversprechendsten Ansätze, um die Pflanzenproduktivität deutlich zu erhöhen. Modellbasierte Analysen können neue Möglichkeiten zur Verbesserung der Photosynthese aufzeigen. Mit der Unterstützung durch Bayer werden wir innovative Photosynthesemodelle entwickeln, die richtungsweisend für die Weizenzüchtung der Zukunft sind.“

Die Photosynthese ist der Prozess, bei dem Pflanzen Wasser, Sonnenlicht und Kohlendioxid aus der Atmosphäre in Kohlenhydrate und letztlich Biomasse umwandeln. Heutzutage werden viele Kulturen zur Ertragsmaximierung sehr dicht gepflanzt, wodurch das Licht nicht zu den unteren Blättern durchdringen kann. Während die oberen Blätter oft mehr Licht bekommen, als sie für die Photosynthese verarbeiten können, bleiben die unteren Blätter hinter ihrem photosynthetischen Potenzial zurück. Computersimulationen deuten darauf hin, dass sich mit Änderungen in der Pflanzenarchitektur eine bessere Photosynthese der unteren Blätter erreichen lässt, was zu einer deutlichen Verbesserung der Photosynthese insgesamt und damit auch des Ertrags führen könnte.Über Bayer

Bayer ist ein weltweit tätiges Unternehmen mit Kernkompetenzen auf den Life-Science-Gebieten Gesundheit und Agrarwirtschaft. Mit seinen Produkten und Dienstleistungen will das Unternehmen den Menschen nützen und zur Verbesserung der Lebensqualität beitragen. Gleichzeitig will der Konzern Werte durch Innovation, Wachstum und eine hohe Ertragskraft schaffen. Bayer bekennt sich zu den Prinzipien der Nachhaltigkeit und handelt als „Corporate Citizen“ sozial und ethisch verantwortlich. Im Geschäftsjahr 2016 erzielte der Konzern mit rund 115.200 Beschäftigten einen Umsatz von 46,8 Milliarden Euro. Die Investitionen beliefen sich auf 2,6 Milliarden Euro und die Ausgaben für Forschung und Entwicklung auf 4,7 Milliarden Euro. Diese Zahlen schließen das Geschäft mit hochwertigen Polymer-Werkstoffen ein, das am 6. Oktober 2015 als eigenständige Gesellschaft unter dem Namen Covestro an die Börse gebracht wurde. Weitere Informationen sind im Internet zu finden unter www.bayer.de.

Über SIBS und SIPPE

Die Shanghai Institutes for Biological Sciences (SIBS) der Chinesischen Akademie der Wissenschaften (CAS) ist ein führender Institutsverbund für die biologische Forschung in China. Dieser Verbund entstand im Juli 1999 durch den Zusammenschluss von acht biologischen Forschungsinstituten der CAS in Shanghai, darunter das Shanghai Institut für Pflanzenphysiologie und -ökologie (SIPPE). Das SIPPE beherbergt das Exzellenzzentrum für molekulare Pflanzenwissenschaften und befasst sich mit strategisch wichtigen Bereichen der Agrarforschung wie einer nachhaltigen Landwirtschaft, Ökologie und Umwelt, Bioenergie und ökologischen Produktion. Der Fachbereich Pflanzliche Systembiologie am SIPPE arbeitet an der Schnittstelle zwischen Pflanzenbiologie, -theorie, -modellierung und -züchtung. Besondere Aufmerksamkeit kommt dabei der Modellierung komplexer Prozesse in molekularen Netzwerken und Zellsystemen zu, bei der die Forscher auf neueste Erkenntnisse der Photosyntheseforschung und moderner Datenverarbeitung zurückgreifen.Zukunftsgerichtete Aussagen
Diese Presseinformation kann bestimmte in die Zukunft gerichtete Aussagen enthalten, die auf den gegenwärtigen Annahmen und Prognosen der Unternehmensleitung von Bayer beruhen. Verschiedene bekannte wie auch unbekannte Risiken, Ungewissheiten und andere Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, die Finanzlage, die Entwicklung oder die Performance der Gesellschaft wesentlich von den hier gegebenen Einschätzungen abweichen. Diese Faktoren schließen diejenigen ein, die Bayer in veröffentlichten Berichten beschrieben hat. Diese Berichte stehen auf der Bayer-Webseite www.bayer.de zur Verfügung. Die Gesellschaft übernimmt keinerlei Verpflichtung, solche zukunftsgerichteten Aussagen fortzuschreiben und an zukünftige Ereignisse oder Entwicklungen anzupassen.

Copyright © Bayer CropScience